KLARTEXT Green Deal - or no Deal? Wachstumsstrategie durch ökologischen Wandel oder Größenwahnsinn und Symbolpolitik? am 20.10.2020

Ort:
Zeit:
18:00-19:30
Beschreibung:

Green Deal – or no Deal?

Wachstumsstrategie durch ökologischen Wandel oder Größenwahnsinn und Symbolpolitik?

 

Europa hat das Ziel von Netto-Null-Emissionen bis 2050 und will damit als erster klimaneutraler Kontinent Vorreiter sein.

Wie kann hierzu die Nahrungsmittelkette beitragen?

Diese Frage wollen wir bei der Veranstaltung KLARTEXT diskutieren,

wann: 20.10.2020, 18.00 bis 19.30 Uhr

wer: gemeinsam mit Branchenexperten:

 

  • Johannes Enssle NABU, Baden-Württemberg
  • Herrn Udo Hemmerling, stv. Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes
  • Herrn Herwig Ranner, EU Commission, Policy Officer - Climate Change
  • Manuel Schuh, Public Affairs Specialist bei Nestlé Deutschland AG

 

Die Moderation übernimmt Dr. Catarina Henke als Mitglied der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen.

Besondere Zeiten erfordern besondere Formate. Die Podiumsdiskussion wird via YouTube als Live Streaming stattfinden. Ein entsprechender Link folgt.  

Wir danken der Sparkasse Rhein Neckar Nord , die für unser Podium Ihre Türe öffnet und BLIM für die technische Umsetzung.

Deutschland ist das Land der Billiglebensmittel – getreu dem Motto „Geiz ist geil“ – geben wir nur gute 10 % des durchschnittlichen Haushalteinkommens für Nahrungsmittel aus. Bei kleinem Preis sollen Lebensmittel dennoch qualitativ hochwertig, nachhaltig in der Erzeugung und stets verfügbar sein.

Dies ist nur mit einem gezielten und nicht unerheblichen Einsatz von Betriebsmitteln zu schaffen. Gleichzeitig fordern Verbraucher Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auch in der Landwirtschaft. Damit spitzt sich der Kampf um die Fläche zu. Wie viel Fläche brauchen wir um uns zu ernähren? Wie intensiv kann und darf sie genutzt werden? Welche Flächen brauchen wir zur Wahrung des Artenschutzes?

Wie komplex die Lebensmittelversorgung ist, wird vielen erst jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie bewusst und der regionalen Erzeugung bekommt gerade in Krisenzeiten eine immer wichtigere Bedeutung zu.

Dabei steht der Landwirt im Spagat zwischen allen Stühlen. Nicht nur Umwelt- und Tierschützer gehen auf die Straße. Erstmals haben die Bauern an ihren Verbänden vorbei mit großen Treckerdemos die Straßen blockiert und den Verkehr lahm gelegt. Im Kern geht es um die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe.

Aber auch die Konzentration in der Lebensmittelbranche wirft Fragen auf: Lässt die Marktmacht einzelner Konzerne nachhaltiges Handeln bei möglichen Umsatzeinbußen z.B. durch eine Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln und Antibiotika zu und ist die Politik in der Lage hier mit langfristigen Konzepten eine extrinsische Strategie zu verfolgen, die den folgenden Generationen zu Gute kommt und welche Rolle spielen hier Verbände und Organisationen?

Für den Verbraucher ist es also nicht mehr egal, was auf dem Teller ist – und wo und wie es produziert wird. Im Gegenteil. Neue gesellschaftliche Konfliktlinien zeichnen sich ab.

Mit dem angekündigten Green Deal will die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen neue Maßstäbe setzen: Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum. Kann es mit diesem Projekt gelingen, den Konflikt zwischen ambivalenten Verbraucherinteressen, Produzenten und Umweltverbänden aufzulösen? Oder ist das Projekt schon vor seinem Start zum Scheitern verurteilt, weil Konsumenten Ihre Absichten nicht bei der Kaufentscheidung in die Tat umsetzen?

Fragen, deren Beantwortung Einfluss auf unsere Art zu leben und zu wirtschaften hat. Darum wollen wir aus unternehmerischer Verantwortung einen Beitrag zu einer konstruktiven gesellschaftlichen Diskussion über Chancen und Herausforderungen einer sozial und ökologisch sowie ökonomisch nachhaltigen Gestaltung unserer Lebensmittelproduktion leisten.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer!

 

Catarina Henke, Maximilian Schulz, Maximilian Hartmann, Patrick Treitz

Anmeldeschluss:
19.10.2020
Veranstaltet von:
Kontakt:
Maximilian Schulz
Telefon: 0621 8620001

E-Mail an Maximilian Schulz senden

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