Chronik

Die meisten etablierten Clubs am Starnberger See verfolgten eine Klassenpolitik, die Regattasegler zu Lasten von Fahrtenseglern bevorzugte. So entstand ein Traum – ein Traum von einem Segelhafen am Südende des Starnberger Sees, der für Regatta-, wie auch für Fahrtensegler gleichermaßen offen steht.

Am 19.07.1974 wurde der Traum mit der Gründung des Segelvereins Oberland e.V. (SVOS) durch 22 Gründungsmitglieder Wirklichkeit. Im gleichen Herbst wurde mit dem Bau des Hafens begonnen. Im Mai 1975 folgte die feierliche Einweihung der Steganlage.

Zu Beginn fehlte jedoch die Infrastruktur für viele Bedürfnisse der Segler, so wurden in begrenztem Umfang die Sanitäranlagen im Restaurant Lido genutzt. Diese Lösung war jedoch im Hinblick auf die gewachsene Mitgliederzahl keine Dauerlösung, zumal beispielsweise Duscheinrichtungen fehlten. So wurde 1982 der Beschluss gefasst, ein Clubhaus zu bauen. Es sollten noch einige Jahre und viel Arbeit ins Land gehen, bevor am 23.03.1989 Richtfest gefeiert werden konnte.

1991 mussten umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Spundwand unterhalb des Kranes und an den Schwellhölzern am Steg vorgenommen werden. 1992 wurde der ehemalige Minigolfplatz an der St. Heinricher Strasse zum Parkplatz umgestaltet.

1993 wurde der Zufahrtsweg von der St.Heinricher Strasse bis zur Schrankenanlage befestigt. Außerdem wurde am vorderen Mittelsteg eine Prellwand zum Schutz vor unangenehmen Schwell bei Nordwind angebracht.

Aufgrund sinkender Pegelstände wurde 1994 die Ausbaggerung des linken Hafenbeckens und der Fahrrinne angegangen. In den darauf folgenden Jahren musste die Steganlage komplett renoviert werden.

1998 entstand das Nebengebäude, in dem die DLRG Ihre Wachstation unterhält. Zudem wandelte sich das Gelände durch viele Arbeitsdienste in eine gepflegte Parklandschaft. All diese Maßnahmen führten mit der Zeit zu dem wohl abgerundeten Bild, das das Gelände des SVOS zum heutigen Tag bietet.

Seit 1977 werden beim SVOS regelmäßig Regatten ausgeschrieben:

  • der Oberland-Schäkel für Kielboote L95 und Int. 806
  • die Oberland-Pütz für Finn Dinghis
  • der Lidocup als Yardstick-Regatta und seit kurzem
  • der Stöpsel als spaß-orientierte Yardstick-Einsteiger-Regatta

Außerdem richtet der SVOS im Wechsel mit dem YCSS und dem FCSS die Freitagsregatten “Sherrytime” und für die Jugend im Wechsel mit anderen Clubs am See die Opti- und Laserligen aus.

Der SVOS führte 1977, 1984 und 1990 die Deutschen Meisterschaften der 505er durch. 1994 wurde der Europapokal der Sprinta-Sport im SVOS ausgesegelt.

Die Jugendarbeit begann 1977 mit dem Kauf der ersten 4 Jugendboote (zwei Optimisten und zwei 470er). 1980 wurde zum ersten Mal die Jugendwoche durchgeführt, die seither fester Bestandteil des SVOS-Terminkalenders ist.

1989 begann man mit einer intensiveren Förderung der Jugend.