Fachkräfte

Fachkräftemangel

Mittelständische Unternehmen haben oft Schwierigkeiten, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Das Problem ist vielschichtig und kann nur mit einem Bündel von Maßnahmen bekämpft werden.

Der BVMW schlug beim Fachkräftedialog der Bundesregierung Lösungen vor, wie Arbeitgeberzusammenschlüsse, verkürzte einjährige Zusatzausbildung, betriebliche Weiterbildung, Bildungsgutscheine, wirtschaftsnahe Qualifikation von Lehrern, Ausbildungsbörsen, vermehrte Beschäftigung von Frauen und Älteren, gezielte Zuwanderung sowie die erleichterte Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Die Koalitionsparteien haben sich darauf verständigt, das vom BVMW geforderte Fachkräfteeinwanderungsgesetz noch im Jahr 2018 zum Abschluss zu bringen. Hierfür liegt bereits ein konkretes Eckpunktepapier des Bundesinnenministeriums vor.

Außerdem ist die vom BVMW geforderte Modernisierung der dualen Ausbildung im Koalitionsvertrag festgeschrieben worden.


Arbeitnehmerfreizügigkeit

Der wachsende Fachkräftemangel im Mittelstand gefährdet die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Konkurrenz mit international agierenden Großunternehmen, mangelnde Ausbildungsqualität und der demographische Wandel sind nur einige Ursachen hierfür.
Seit 2014 ist der Arbeitsmarkt für alle 28 Mitgliedsstaaten der EU weitestgehend geöffnet. Mittelständische Unternehmen haben dann die Möglichkeit, schneller gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen. Parallel dazu wird das EURES-Jobportal weiter ausgebaut. Der BVMW plädiert seit jeher für einen offenen Fachkräftemarkt in Europa.

Weitere Information zu den Themen Arbeit und Soziales
finden Sie unter: www.bvmw.de/themen/fachkraefte




Weiterbildung

Die Zulassung zum Hochschulstudium für Berufspraktiker ohne Abitur wurde bisher erschwert. Mittelständische Arbeitgeber konnten daher das Potenzial guter Fachkräfte nicht voll ausschöpfen.

Seit 2009 ist die Zulassung für Berufspraktiker mit einschlägiger Berufserfahrung deutlich vereinfacht: Meister und Fachwirte können direkt mit dem Studium beginnen. Die erleichterte

Zulassung zum Hochschulstudium und die vom BVMW geforderte Unterstützung der Berufsakademien führen langfristig zu mehr Fachkräften. Seit 2011 setzt die Bundesregierung erfolgreich das am BVMW-Modell orientierte Deutschlandsti-
pendium um, an dem sich bereits drei Viertel aller Hochschu-
len in Deutschland beteiligen. Dies fördert Qualifikationen und entschärft langfristig den Fachkräftemangel im Mittelstand. Zusätzlich plant das Arbeitsministerium ein Qualifizierungschancengesetz, das dem Fachkräftemangel im Mittelstand durch Weiterbildung entgegenwirken soll.


Unternehmensgründung

Die Gründung von Gesellschaften war langwierig, kostspielig und bürokratisch.

Unternehmer können dank der Einführung der Unternehmergesellschaft – eine existenzgründerfreundliche Variante der herkömmlichen GmbH – ab einem Stammkapital von einem Euro rascher und mit geringerem finanziellen Aufwand ein Unternehmen gründen. Außerdem plant das Wirtschaftsministerium längst überfällige bürokratische Entlastungen für Gründer, wie die vierteljährliche statt monatliche Umsatzsteuervoranmeldung.


KMU-Definition

Die Definition von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der EU-Kommission ist sehr viel strenger, als die in Deutschland gängige Definition des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Dadurch werden viele KMU von öffentlicher Unterstützung ausgenommen, beziehungsweise sind von Regulierungen trotz ihrer vergleichsweise geringen Betriebsgröße betroffen.

Die EU-Kommission überprüft endlich die Schwellenwerte zur Definition von KMU. Die europäischen Werte sollen an die deutschen Empfehlungen des IfM Bonn angepasst und somit auf 500 Mitarbeiter erhöht werden. Der BVMW setzte sich lange für die europäische Ausweitung der Definition ein und beteiligte sich mit einer Stellungnahme am Konsultationsprozess der Europäischen Kommission.



Der BVMW

Der BVMW setzt sich im Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern mit Nachdruck für eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für den Mittelstand ein. Auf allen politischen Ebenen ist es dem BVMW gelungen, die Interessen der Millionen Klein- und Mittelbetriebe erfolgreich zu vertreten und konkrete Ergebnisse zu erzielen. Der BVMW war auch in der Zusammenarbeit mit anderen Verbänden die treibende Kraft, um Verbesserungen für den Mittelstand durchzusetzen.
Der BVMW vertritt im Rahmen seiner Mittelstandsallianz die Interessen von über 650.000 Mitgliedern. Der BVMW organisiert mehr als 2.000 Veranstaltungen pro Jahr.


Unterstützung für Ihre Personalsuche

Der BVMW unterstützt seine Mitgliedsunternehmen mit einem neuartigen e-Recruiting Service beim Finden neuer Mitarbeiter – und das deutschlandweit. Bislang waren solche e-Recruiting Lösungen vor allem großen Unternehmen vorbehalten.


So klappt die Personalplanung

Urlaubsplanung, Abrechnung, Schichtentausch – Personalplanung ist komplex und stellt viele Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen vor eine große Herausforderung. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Prozess effizient zu gestalten. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie hier. https://gemeinsam-digital.de/personalplanung-mittelstand

Unterstützung für Ihre Personalsuche

Die meisten KMU in Deutschland bewerben aktuell ihre Stellenanzeigen als PDF auf ihrer eigenen Homepage. In der Regel haben diese Seiten jedoch eine verhältnismäßig geringe Reichweite, die gerade in Zeiten von Fachkräftemangel wichtig ist, denn qualifiziertes Personal ist schwer zu finden. Hinzu kommt noch, dass der erste Kontakt des Bewerbers oftmals per E-Mail gefordert wird. Dies wird leider in den meisten Unternehmen nicht konform im Sinne der Datenschutzgrundverordnung abgebildet und steht seit Mai 2018 unter hohen Geldstrafen. https://gemeinsam-digital.de/personalplanung-mittelstand



Jobportal des Mittelstands
Als Interessenvertreter von über 650.000 Mitgliedern im Rahmen der Mittelstandsallianz mit über zwölf Millionen Beschäftigten bietet der BVMW seit kurzem einen zentralen Stellenmarkt an, der als Anlaufstelle für alle Mitglieder genutzt werden kann. Dafür wird die bereits vorhandene Karriere.bvmw.de-Seite einem Facelift unterzogen und Ende Oktober mit einer eigenen Kampagne online gehen. Damit dieses vernetzte Recruiting auch vollautomatisch gelingt, nutzt der BVMW den Connectoor der jobEconomy GmbH.

Der Connectoor ist eine webbasierte Software und kann den einzelnen Unternehmen bei der Personalbeschaffung eine große Hilfe sein, denn in Zukunft können alle offenen Stellen bei den Mitgliedern auch auf der Karriere.bvmw.de-Seite veröffentlicht werden. Die Karriere-Seite des BVMW wird damit zum Jobportal des Mittelstands. Der Verband bietet jedem einzelnen Unternehmen somit eine effiziente Unterstützung, um sich untereinander, zum Beispiel auch auf regionaler Ebene, zu vernetzen. Denn der Connectoor kann beliebig oft „connected“ werden.

Wie wirbt der Verband für eine Stellenanzeige eines Mitglieds?
Nach der Anmeldung im Connectoor können die Mitglieder anhand von einfachen Eingabemasken in wenigen leichten Schritten die Stellenanzeigen erstellen und diese mit einem Klick online veröffentlichen. Diese Stellenausschreibung wird dann in dem automatisierten Connectoor-Stellenmarkt auf der eigenen Homepage des Verbandsmitglieds angezeigt. Um mehr Reichweite für jede Ausschreibung zu generieren, werden diese Stellen zusätzlich auf sozialen Netzwerken, auf den Connectoor-Stellenbörsen, kostenlos auf Indeed und optional auf bis zu 1.000 Stellenbörsen veröffentlicht. Egal wo der Kandidat auf die Stellenausschreibung aufmerksam wird, kann er sich in wenigen Schritten ganz unkompliziert bewerben. Seine Unterlagen werden daraufhin datenschutzkonform in das Connectoor E-Recruiting System übertragen und können an diesem zentralen Ort von den Personalern der KMU im Team gemanagt werden. Auch hier ist mit dem Connectoor wieder eine prozessoptimierte Automatisierung möglich, die den Unternehmen pro Bewerber im Schnitt 40 Minuten Zeit einsparen soll.

Facebook einsetzen und Stellenanzeigen viral bewerben
Und wer noch mehr Bewerber erreichen möchte, kann über das Einbinden des Connectoor-Stellenmarktes über die Homepage hinausgehen. Denn dieser Stellenmarkt kann auch noch auf Facebook eingebunden werden. Facebook bietet viele Vorteile bei der Bewerbersuche. Durch das Posten und Teilen der Stellenanzeigen können Bewerber einer bestimmten Zielgruppe angesprochen werden – und das mit kleinem Werbebudget.

Zu Connectoor https://www.connectoor.com




Initiative für bezahlbaren Wohnraum

Zwei Themen beherrschen die Schlagzeilen: der Fachkräftemangel und der Mangel an Wohnungen. Oft hängt beides direkt zusammen. Mit der Mittelstandsinitiative Mitarbeiterwohnungsbau will der BVMW nun Abhilfe schaffen – Sie sind als Mitstreiter willkommen! https://www.bvmw.de/fileadmin/NewsLetter/Mittelstand-aktuell/2018-10.html#initiative-bezahlbarer-wohnraum