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Honigbienen und Wildbienen-Überschneidung von Nahrungsressourcen ©2022 Peter Frühwirth

HONIGBIENEN UND WILDBIENEN

ÜBERSCHNEIDUNG VON NAHRUNGSRESSOURCEN

Eine Forschungsübersicht

von 

Peter Frühwirth

 

Ein empfehlenswerter Beitrag aus dem Jahr 2022 zum Thema Solitärbienen und Honigbienen

Zitat:

"Die Welt ist nicht schwarz-weiß, eine Binsenweisheit zwar, aber doch oft wird genauso schwarz-weiß argumentiert, um komplexe Sachverhalte gegenüber einem uninformierten Publikum in einem bestimmten Sinne und vor allem leicht verständlich darstellen zu können. Auch beim Thema der Beziehung zwischen Honigbienen und Wildbienen trifft das leider nur allzu oft zu. Aber so einfach ist die Welt eben nicht.


So bleibt mir nur ein Wunsch: Bemühen wir uns gemeinsam für eine Gestaltung einer Umwelt, in der alle Insekten besser ihre Lebensweisen verwirklichen können. Extrempositionen, egal von welcher Seite, sind kontraproduktiv, weil sie Widerstand auslösen. Vielleicht kann die positive Einbindung der Honigbiene in die Bemühungen um bessere Lebensräume für die Wildbienen etwas in Bewegung bringen, gerade weil die Honigbiene aktuell in Gesellschaft, Medien und Politik ein positives Image hat." [Zitatende]

Die Übersicht findet ihr im Anhang als PDF-Datei.

Freundliche Grüße, Bernhard Heuvel


fruehwirth_honigbienen_wildbienen.pdf
Bernhard Heuvel / 22.04.2023   
Wildbienen vs. Honigbienen im Jahr 1986 - eine Wiederholung der Attacke

Ein Gruß aus der Vergangenheit:

Der ehemalige Leiter des Bieneninstituts Celle: Prof. Dustmann hat bereits 1986 die damalige politische Attacke auf die Honigbienen in einem Beitrag beantwortet. Ja – schon damals hieß es: Wildbienen gegen Honigbienen. Erstaunlich, wie sich Geschichte wiederholt...Ich habe diesen Artikel abgetippt und mit einem persönlichen Nachwort ergänzt. Zur freien Verwendung.
Anbei der Text.

Bienenhaltung-Naturschutz-1986.pdf
Bernhard Heuvel / 15.04.2023   
Frühstücksrichtlinie
Die Honigrichtlinie wurde am 18. und 20. September (vorläufiges Datum – aktualisiert am 28.08.) im Ausschuss diskutiert und sollte im November dieses Jahres abgeschlossen werden.
Com ENVI hat die Federführung (Bernhuber von PPE), aber auch Com AGRI und Com IMCO (Binnenmarkt und Verbraucherschutz) sind beteiligt.
Die Diskussion über die Frühstücksrichtlinien in Com ENVI (hier: Ausschuss für Umwelt, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit | Multimediazentrum des Europäischen Parlaments (europa.eu). Zeitfenster: 16.15 Uhr/16.56 Uhr.
Der Saal war leer…
MdEP, die das Wort ergriffen: Bernhuber (AT), Wölken (DE), Canfin (FR), Ripa (DE), Vondra (CZ), Wiener (AT). Niemand für ID und Left Aside. Auch die GD Landwirtschaft ergriff das Wort und forderte Pragmatismus
Änderungen sind weiterhin möglich.
Die Grünen erwähnten ihre Absicht, Änderungen zum Verfahren (Erwärmung, Zugabe von Enzymen, Entfeuchtung...) vorzuschlagen. Zwei verschiedene Informationen: geerntet + verpackt
Ripa fragte vor der Packung nach der Herkunft + präzisierte Prozentangaben.
Canfin machte einige interessante Vorschläge: Einbeziehung des Ursprungs für Industriehonig/Bäckerhonig und Regeln für die Vermarktung des Produkts (wie sie es für die Abholzung von Kaffee, Kakao usw. taten), aber er machte keine genauen Angaben. Er betonte die Bedeutung von Pollen.
Die Kommission erinnerte daran, dass die Herkunftskennzeichnung den Betrug nicht verhindern wird. Bei Kleinpackungen (z. B. Hotel, Krankenhaus usw.) haben die Menschen keine Wahl. Was sollte der Verbraucher in dieser Situation mit den Informationen tun? Was die Analyse angeht, gibt es keine Analyse, die es uns ermöglicht, Honig aus künstlich entfeuchtetem Honig nachzuweisen…
Bernhard Heuvel / 10.10.2023   
Die EU plant eine Lockerung der Gentechnik-Beschränkungen

Hiermit informieren wir über die laufenden Verhandlungen über die Verordnung über den nachhaltigen Einsatz von Pestiziden (SUR) zusammenhängt.

Die Europäische Kommission schloss eine Art „Deal“ ab und forderte die Abgeordneten auf, den Einsatz von Pestiziden zu verhandeln und zu reduzieren und im Gegenzug den Einsatz von NGT (neue Genomtechniken) mit weniger Einschränkungen als bei Gentechnik zuzulassen. Der Vorschlag der Kommission wurde am 5. Juli 2023 veröffentlicht.
Eigentlich, und um es einfach zu machen, liegt auf dem Verhandlungstisch:
weniger als 20 Modifikationen des Genoms = keine Regulierung
mehr als das = muss der Gentechnik-Verordnung folgen… 
Das heißt, wenn zum Beispiel eine Rapssorte dank NGT gewonnen wird und mehr als 20 Modifikationen in ihrem Genom aufweist, sollte der erzeugte Honig als Honig gekennzeichnet werden, der aus mit NGT gewonnenen Rapssamen hergestellt wurde.
Bei weniger als 20 Änderungen: nichts.
Der Verhandlungsprozess läuft. Timmermans, einer der Schlüsselakteure, hat gestern offiziell sein Amt in der Europäischen Kommission niedergelegt ...
Bernhard Heuvel / 27.08.2023   
Vespa velutina (Asiatische Hornisse) in Ungarn angekommen

Der Name der kleinen Stadt, in der Vespa velutina gefunden wurde: Kimle


Diese kleine Stadt liegt im Nordwesten Ungarns.


13 km von der slowakischen Grenze entfernt


23 km von der österreichischen Grenze entfernt

 

Information direkt aus Ungarn

Bernhard Heuvel / 27.08.2023   
Konvention biologischer Diversität

 

Konvention biologischer Diversität oder auf Englisch: Convention on Biological Diversity (CBD)

https://www.cbd.int/

 

Und insbesondere:

https://www.cbd.int/doc/decisions/cop-14/cop-14-dec-06-en.pdf

 

Meine Einschätzung: Hier wird ein selbsternanntes "Experten"-Gremium zusammengestellt, die weltweit massiv auf die Nationen und Staaten einwirken. Mit Vorgaben, Empfehlungen und "Regeln". Vordergründig sind es hehre und gute Ziele, die da verfolgt werden. Doch die Hervorhebung der Bedeutung der Wildbienen für die Bestäubung lässt mich misstrauisch werden.

Aus meiner Erfahrung heraus betrachtet, gehe ich davon aus, daß hier ein "Wildbienen versus Honigbienen-Spiel" auf hoher Ebene gespielt wird. Die Länder und Regierungen werden ihrer eigenen Verantwortung enthoben, von nicht gewählten und nicht zur Verantwortung zu ziehenden Gremien gesteuert. Vielleicht bin ich da pessimistisch und irre mich. Aber wie heißt es doch so schön: ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung.

 

Grobe Übersetzung:

 

Die Konferenz der Vertragsparteien,


Unter Hinweis auf Entscheidung III/11, Anhang III, Entscheidung V/5, Entscheidung VI/5 und Entscheidung XIII/15,
Unter Hinweis auf die Bedeutung von Bestäubern und Bestäubung für alle Ökosysteme, auch für jene außerhalb der Agrar- und Lebensmittelproduktionssysteme, insbesondere für den Lebensunterhalt und die Kultur indigener Völker und lokaler Gemeinschaften, und in Anerkennung des wichtigen Beitrags von Aktivitäten zur Förderung der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern und Bestäubungsfunktionen und -dienste bei der Erreichung der Aichi-Biodiversitätsziele sowie der Ziele für nachhaltige Entwicklung,
Überzeugt, dass Aktivitäten zur Förderung der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern sowie Bestäubungsfunktionen und -diensten Schlüsselelemente beim Übergang zu nachhaltigeren Lebensmittelsystemen sind, indem sie die Einführung nachhaltigerer Praktiken in den Agrarsektoren und sektorübergreifend fördern,


1. nimmt den Aktionsplan 2018–2030 für die Internationale Initiative zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern an, wie er in Anhang I dieses Beschlusses enthalten ist, zur Umsetzung gemäß nationaler Gesetzgebung und nationalen Gegebenheiten;


2. nimmt mit Anerkennung Kenntnis von der Zusammenfassung der Informationen über die Bedeutung von Bestäubern und Bestäubung für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in allen Ökosystemen über ihre Rolle in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion hinaus, die in Anhang II dieses Beschlusses enthalten ist;


3. Ermutigt die Vertragsparteien, andere Regierungen und relevante Organisationen und Netzwerke, relevante Aktivitäten der Internationalen Initiative zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern zu unterstützen und umzusetzen, unter anderem durch die Integration geeigneter Maßnahmen in die Umsetzung nationaler Biodiversitätsstrategien und -maßnahmen Pläne sowie gegebenenfalls subnationale und lokale Biodiversitätsstrategien und Aktionspläne sowie relevante Richtlinien, Gesetze und Programme;


4. fordert die Vertragsparteien nachdrücklich auf und fordert andere Regierungen auf, sich mit den Ursachen des Rückgangs wildlebender und bewirtschafteter Bestäuber in allen Ökosystemen, einschließlich der am stärksten gefährdeten Biome und landwirtschaftlichen Systeme, zu befassen und dabei, wie in Anhang II dieser Entscheidung aufgeführt, besonders große Aufmerksamkeit darauf zu richten auf lokaler und regionaler Ebene auf das Risiko der Einführung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten (Pflanzen, Bestäuber, Raubtiere, Schädlinge, Parasiten und Krankheitserreger), die für Bestäuber und die Pflanzenressourcen, von denen sie abhängig sind, schädlich sind, und auf die Vermeidung oder Umkehrung der Landdegradation und zur Wiederherstellung verlorener oder fragmentierter Bestäuberlebensräume, zusätzlich zur Bewältigung der in der Entscheidung XIII/15 genannten Treiber;

5. ermutigt die Vertragsparteien und lädt andere Regierungen ein, die Erhaltung und nachhaltige Nutzung wildlebender und bewirtschafteter Bestäuber und ihrer Lebensräume in die Landbewirtschaftung und Schutzgebiete sowie andere wirksame gebietsbezogene Naturschutzmaßnahmen zu integrieren;


6. Ermutigt die Parteien und lädt andere Regierungen ein:
(a) Den privaten Sektor zu ermutigen, die im Plan aufgeführten Aktivitäten in Betracht zu ziehen
Handeln und auf die Verwirklichung nachhaltigerer Produktions- und Konsumsysteme hinarbeiten;
(b) akademische Einrichtungen und Forschungseinrichtungen sowie relevante nationale, regionale und internationale Organisationen und Netzwerke zu ermutigen, weitere Forschungsarbeiten durchzuführen, um die im Aktionsplan identifizierten Lücken1 zu schließen, und Informationen über geeignete Kanäle zusammenzufassen und zu kommunizieren, um die Umsetzung zu unterstützen;
(c) Landwirte, Imker, Landverwalter, städtische Gemeinschaften, indigene Völker und lokale Gemeinschaften sowie andere Interessengruppen zu ermutigen, bestäubungsfreundliche Praktiken einzuführen und direkte und indirekte Ursachen für den Rückgang der Bestäuber auf Feld- und lokaler Ebene anzugehen;
(d) Überwachung wildlebender und bewirtschafteter Bestäuber zu entwickeln und umzusetzen, um das Ausmaß des Rückgangs einzuschätzen und die Auswirkungen eingesetzter Abhilfemaßnahmen zu bewerten;


7. ermutigt die Globale Umweltfazilität und andere Geber und Finanzierungsagenturen, finanzielle Unterstützung, einschließlich Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau, für nationale und regionale Projekte bereitzustellen, die sich mit der Umsetzung des Aktionsplans für die nachhaltige Nutzung und Erhaltung von Bestäubern befassen;


8. ersucht den Exekutivsekretär, die vorliegende Empfehlung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen und ihrem Ausschuss für Forstwirtschaft, dem Ausschuss für Landwirtschaft, der Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft und dem Ausschuss für Welternährung zur Kenntnis zu bringen Sicherheit und die Sekretariate des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommens und des Internationalen Vertrags über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Sekretariat der Basler, Rotterdamer und Stockholmer Übereinkommen;


9. fordert die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen auf, die Umsetzung des Aktionsplans zu erleichtern und dabei an den erfolgreichen Ansatz des vorherigen Plans anzuknüpfen, an dem Landwirtschafts- und Umweltministerien auf nationaler Ebene beteiligt waren;

10. ersucht den Exekutivsekretär außerdem, vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Ressourcen und in Zusammenarbeit mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, dem Sekretariat der Basler, Rotterdamer und Stockholmer Übereinkommen und anderen relevanten Interessengruppen Leitlinien und bewährte Verfahren zu entwickeln in relevanten Bereichen, die entsprechend der Prioritätsstufe für die Umsetzung des Aktionsplans festgelegt werden, wie unter anderem der Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, Schutzprogramme für einheimische Bestäuber in natürlichen Ökosystemen, Förderung biodiverser Produktionssysteme, Nutzpflanzen Rotation, Überwachung einheimischer Bestäuber und Umwelterziehung;


11. ersucht den Exekutivsekretär, bei der Vorbereitung des globalen Biodiversitätsrahmens für die Zeit nach 2020 die Erhaltung und nachhaltige Nutzung wildlebender und bewirtschafteter Bestäuber zu berücksichtigen;


12. fordert Vertragsparteien, andere Regierungen, Forschungseinrichtungen und Organisationen, die dazu in der Lage sind, dazu auf, Länder zu unterstützen, die (a) die taxonomische Kapazität erhöhen müssen, um das Wissen über Bestäuber, ihren Status und ihre Trends zu verbessern, (b) zu identifizieren Treiber des Wandels in ihrer Bevölkerung zu ermitteln und (c) geeignete Lösungen zu entwickeln, um eine wirksame Annahme und Umsetzung des vorgeschlagenen Aktionsplans zu ermöglichen.


1 In Element 4 des in Anhang I dargestellten Aktionsplans 2018–2030 festgestellte Lücken.


Anhang I


AKTUALISIERTER AKTIONSPLAN 2018-2030 FÜR DIE INTERNATIONALE INITIATIVE ZUR ERHALTUNG UND NACHHALTIGEN NUTZUNG VON BESTÄUBERN

EINFÜHRUNG
1. Auf ihrer dritten Tagung im Jahr 1996 erkannte die Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt die Bedeutung der Bestäuber und die Notwendigkeit an, die Ursachen ihres Rückgangs anzugehen (Beschluss III/11). Mit Beschluss V/5 beschloss die Vertragsstaatenkonferenz die Gründung einer Internationalen Initiative zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern als übergreifende Initiative im Rahmen des Arbeitsprogramms zur landwirtschaftlichen Biodiversität, um koordinierte Maßnahmen weltweit und anschließend per Beschluss zu fördern VI/5, verabschiedete einen Aktionsplan. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat die Umsetzung des Aktionsplans geleitet und erleichtert.


2. Der vorliegende Aktionsplan wurde gemeinsam von der FAO und dem Sekretariat des Übereinkommens über die biologische Vielfalt in Absprache mit anderen Partnern und relevanten Experten gemäß Beschluss XIII/15 (Absatz 10) erstellt.


I. ZIELE, ZWECK UND UMFANG


3. Das übergeordnete Ziel dieses Aktionsplans besteht darin, koordinierte Maßnahmen weltweit zu fördern, um wildlebende und bewirtschaftete Bestäuber zu schützen und die nachhaltige Nutzung von Bestäubungsfunktionen und -diensten zu fördern, die eine anerkannte lebenswichtige Ökosystemleistung für die Landwirtschaft sowie für das Funktionieren und die Gesundheit von Ökosystemen darstellt .


4. Der Zweck dieses Aktionsplans besteht darin, Vertragsparteien, andere Regierungen, indigene Völker und lokale Gemeinschaften sowie relevante Organisationen und Initiativen bei der Umsetzung des Beschlusses XIII/15 im Einklang mit dem strategischen Plan für die biologische Vielfalt 2011–2020 und seinen Aichi-Biodiversitätszielen zu unterstützen und die Vision 2050 für die biologische Vielfalt, der Strategische Rahmen 2010–2019 der FAO und relevante Nachfolgerahmen sowie die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, einschließlich der Ziele für nachhaltige Entwicklung.


5. Die operativen Ziele dieses Aktionsplans bestehen darin, Vertragsparteien, andere Regierungen, indigene Völker und lokale Gemeinschaften sowie relevante Organisationen und Initiativen zu unterstützen:
(a) Bei der Umsetzung kohärenter und umfassender Richtlinien zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern auf lokaler, subnationaler, nationaler, regionaler und globaler Ebene und bei der Förderung ihrer Integration in sektorale und sektorübergreifende Pläne, Programme und Strategien;
(b) Bei der Stärkung und Umsetzung von Managementpraktiken, die gesunde Bestäubergemeinschaften erhalten und es Landwirten, Imkern, Förstern, Landverwaltern und städtischen Gemeinden ermöglichen, die Vorteile der Bestäubung für ihre Produktivität und ihren Lebensunterhalt zu nutzen;
(c) bei der Förderung der Bildung und des Bewusstseins im öffentlichen und privaten Sektor für die vielfältigen Werte von Bestäubern und ihren Lebensräumen, bei der Verbesserung der Instrumente zur Entscheidungsfindung und bei der Bereitstellung praktischer Maßnahmen zur Reduzierung und Verhinderung des Rückgangs der Bestäuber;
(d) Bei der Überwachung und Bewertung des Status und der Trends der Bestäuber, der Bestäubung und ihrer Lebensräume in allen Regionen und bei der Schließung von Wissenslücken, unter anderem durch die Förderung einschlägiger Forschung.


6. Der Aktionsplan zielt darauf ab, die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Bestäubern sowie Bestäubungsfunktionen und -dienstleistungen in landwirtschaftlichen Landschaften und zugehörigen Ökosystemen, einschließlich Wäldern, Grasland, Ackerland, Feuchtgebieten, Savannen, Küstengebieten und Städten, zu erleichtern

II. KONTEXT UND GESAMTRATIONALE

7. Die durch Tiere vermittelte Bestäubung ist eine regulierende Ökosystemleistung von entscheidender Bedeutung für die Natur, die Landwirtschaft und das menschliche Wohlergehen. Diese Leistung wird von Bestäubern erbracht, und zwar von bewirtschafteten Bienen, Wildbienen und anderen Insekten wie Fliegen, Schmetterlingen und Käfern sowie Wirbeltieren wie Fledermäusen, Vögeln und einigen Primaten. Der von der veröffentlichten Bewertungsbericht über Bestäuber, Bestäubung und Lebensmittelproduktion

Die zwischenstaatliche wissenschaftlich-politische Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES)2 unterstreicht die Rolle von Bestäubern in mehrfacher Hinsicht. Fast 90 Prozent der wildblühenden Pflanzenarten weltweit sind ganz oder zumindest teilweise auf die Bestäubung durch Tiere angewiesen. Diese Pflanzen sind für das Funktionieren von Ökosystemen von wesentlicher Bedeutung, da sie anderen Arten Nahrung, Lebensräume und andere Ressourcen bieten. Darüber hinaus können auch einige selbstbestäubende Nutzpflanzen wie Sojabohnen von einer gesteigerten Produktivität tierischer Bestäuber profitieren.


8. In den letzten Jahrzehnten wurde ein starker Rückgang einiger Bestäubertaxa beobachtet, obwohl Daten über den Status und die Trends wilder Bestäuber begrenzt sind und sich weitgehend auf einige Regionen Europas und Amerikas beschränken. Risikobewertungen zum Status wildlebender Bestäuberinsekten wie Wildbienen und Schmetterlinge sind ebenfalls geografisch begrenzt, weisen jedoch auf ein hohes Bedrohungsniveau hin, wobei der Anteil bedrohter Arten oft über 40 Prozent liegt.


9. Da die globale Landwirtschaft zunehmend auf Bestäuber angewiesen ist, hängt ein Großteil dieser Abhängigkeit gleichzeitig mit Wildbestäubern zusammen. Neben marktfähigen Produkten und gesundheitlichen Vorteilen, die sich aus einer durch Bestäubung ermöglichten vielfältigen und nahrhaften Ernährung ergeben, bieten Bestäuber auch nicht-monetäre Vorteile für das menschliche Wohlergehen als Inspirationsquelle für Kunsthandwerk, Religion, Traditionen oder Freizeitaktivitäten.


10. Viele der wichtigsten direkten Ursachen für den Verlust von Bestäubern sind dieselben geblieben, wie sie ursprünglich vom Übereinkommen über die biologische Vielfalt in seiner ersten Entscheidung zu Bestäubern identifiziert wurden: Fragmentierung des Lebensraums und Landnutzungsänderungen, landwirtschaftliche und industrielle Chemikalien, Parasiten und Krankheiten sowie invasive außerirdische Spezies. Darüber hinaus hat sich die Bedeutung anderer direkter Treiber, wie etwa des Klimawandels, herauskristallisiert, und größere Aufmerksamkeit wurde auf Faktoren gerichtet, die mit intensiven landwirtschaftlichen Praktiken, wie Monokulturen, und dem Einsatz von Pestiziden verbunden sind, wobei zunehmend Hinweise auf tödliche und subletale Auswirkungen vorliegen Auswirkungen von Pestiziden auf Bienen und das Verständnis, dass die Kombination verschiedener Treiber den Gesamtdruck auf Bestäuber erhöhen kann.


11. Im weiteren Kontext können Bestäuber als wichtiges Bindeglied für Land- und Forstwirtschaft, Biodiversität, Gesundheit, Ernährungssicherheit, Lebensmittelsicherheit und Ernährung angesehen werden. Bestäuberfreundliche Maßnahmen haben das Potenzial, die Produktivität und Nachhaltigkeit zu steigern und zur langfristigen Lebensfähigkeit und Rentabilität von Lebensmittelproduktionssystemen beizutragen. Ihr breiterer Einsatz könnte eine transformative Wirkung haben, indem er nachhaltige Praktiken in den Agrarsektoren fördert.


12. Die erste Phase der International Pollinators Initiative (2000-2017) erleichterte die Identifizierung der Hauptbedrohungen und der Ursachen für den Rückgang der Bestäuber sowie der Auswirkungen von Bestäubungsfunktionen und -diensten und -rückgängen auf die Nahrungsmittelproduktion. Darüber hinaus waren taxonomische Informationen über Bestäuber und die Bewertung ihres wirtschaftlichen Wertes in verschiedenen Ländern und Nutzpflanzen wichtige Schritte, um nicht nur die Forschung und Überwachung zu verstärken, sondern auch die Erhaltung, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung von Bestäubern zu fördern. Es wurden eine Reihe relevanter Tools entwickelt und viele Studien durchgeführt, darunter die IPBES-Bewertung und ergänzende Studien.


13. Die wesentliche Rolle von Bestäubern bei der Nahrungsmittelproduktion und die Bedeutung ihrer Vielfalt und Häufigkeit in Agrarlandschaften und zugehörigen Ökosystemen sind mittlerweile allgemein anerkannt. Der aktualisierte Aktionsplan baut auf der ersten Phase auf und legt unter Berücksichtigung des Beschlusses Aufbau von Kapazitäten und Wissensaustausch auf mehreren Ebenen, um Bestäubungsüberlegungen in Landwirtschaft, Landnutzung und andere Managemententscheidungen zu integrieren und die gemeinsame Forschung auf neu auftretende Probleme und vorherrschende Bedürfnisse zu konzentrieren.

Operatives Ziel


III. ELEMENTE
Element 1: Richtlinien und Strategien ermöglichen
Unterstützung der Umsetzung kohärenter und umfassender Richtlinien zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern auf lokaler, subnationaler und nationaler Ebeneauf nationaler, regionaler und globaler Ebene und zur Förderung ihrer Integration in sektorale und sektorübergreifende Pläne, Programme und Strategien.

Begründung


Es bedarf geeigneter nationaler Richtlinien, um ein wirksames, förderliches Umfeld für die Unterstützung von Aktivitäten von Landwirten, Landbewirtschaftern, Imkern, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft zu schaffen. Bedenken hinsichtlich der Bestäubung sind oft ein Querschnittsthema, und die Politik sollte so gestaltet werden, dass Überlegungen zu Bestäubern und Bestäubung nicht nur in den Kontext nachhaltiger landwirtschaftlicher Umstellungen, sondern auch sektorübergreifend (z. B. Forstwirtschaft und Gesundheit) einbezogen werden.


Aktivitäten


A1.1 Entwicklung und Umsetzung kohärenter und umfassender Richtlinien, die Aktivitäten zum Schutz und zur Förderung wildlebender und verwalteter Bestäuber ermöglichen und fördern und in die umfassenderen politischen Agenden für nachhaltige Entwicklung integriert werden

A.1.1.1 Förderung kohärenter politischer Maßnahmen über Sektoren und Querschnittsthemen hinweg (z. B. Biodiversität, Ernährungssicherheit, Chemikalien und Umweltverschmutzung, Armutsbekämpfung, Klimawandel, Reduzierung des Katastrophenrisikos und Bekämpfung der Wüstenbildung);

A.1.1.2 Zusammenhänge zwischen Bestäubern und menschlicher Gesundheit, nahrhafter Ernährung und Pestizidexposition ansprechen;

A.1.1.3 Befassen Sie sich mit den Zusammenhängen zwischen Bestäubern und der Bereitstellung von Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen darüber hinaus

Lebensmittelproduktion;


A.1.1.4 Bestäuber und Bestäubung als Teil ganzheitlicher landwirtschaftlicher Systeme und als wichtigen landwirtschaftlichen Input anerkennen;
A.1.1.5 Bestäuber und Bestäubung als wesentlichen Teil der Integrität des Ökosystems und seiner Erhaltung anerkennen;
A.1.1.6 Anwendung naturbasierter Lösungen und Stärkung positiver Wechselwirkungen (z. B. integrierte Schädlingsbekämpfung, Diversifizierung auf landwirtschaftlichen Betrieben, ökologische Intensivierung, Wiederherstellung zur Verbesserung der Landschaftskonnektivität);
A.1.1.7 Den Zugang zu Daten und die Nutzung von Instrumenten zur Entscheidungsunterstützung, einschließlich Landnutzungsplanung und Zoneneinteilung, unterstützen, um das Ausmaß und die Konnektivität von Bestäuberlebensräumen5 in der Landschaft zu verbessern, unter Beteiligung von Landwirten und lokalen Gemeinschaften;
A.1.1.8 Unterstützung der Entwicklung von Kapazitäten zur Bereitstellung von Leitlinien zu Bestäuber- und Bestäubungsmanagementpraktiken durch Unterstützung der Einbeziehung naturbasierter Lösungen in Beratungsdienste, Austausch zwischen Landwirten und Landwirt-Forscher-Netzwerken;
A.1.1.9 Im Einklang mit internationalen Verpflichtungen Anreize für Landwirte und Lebensmittellieferanten entwickeln und umsetzen, um die Einführung bestäuberfreundlicher Praktiken zu fördern (z. B. Maßnahmen zur Kohlenstoffbindung, die die Lebensräume von Bestäubern vergrößern; Schutz unbewirtschafteter Flächen als Futter für Bestäuber). und perverse Anreize zu beseitigen oder zu reduzieren, die für Bestäuber und ihre Lebensräume schädlich sind (z. B. Pestizidsubventionen; Anreize für den Einsatz von Pestiziden als Kreditanforderungen von Banken), unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Landwirten, städtischen und ländlichen Imkern, Landverwaltern, indigenen Völkern und Einheimischen Gemeinden und andere Interessengruppen;
5 Bestäuberlebensräume: Gebiete, die Futter, Nistplätze und andere Bedingungen für die Vervollständigung des Lebenszyklus verschiedener Bestäuberarten bieten.

A.1.1.10 Förderung der Anerkennung bestäuberfreundlicher Praktiken und Auswirkungen auf Bestäubungsfunktionen und -dienste in bestehenden Zertifizierungssystemen;
A.1.1.11 Die bedrohten Bestäuberarten sowie ihre natürliche Umwelt schützen und erhalten. A1.2 Wirksame Pestizidvorschriften umsetzen6
A.1.2.1 Reduzieren Sie den Einsatz vorhandener Pestizide, einschließlich kosmetischer Pestizide und Agrarchemikalien, die für Bestäuber schädlich sind oder ein inakzeptables Risiko darstellen, und vermeiden Sie die Registrierung derjenigen, die schädlich sind oder ein inakzeptables Risiko darstellen an Bestäuber;
A.1.2.2 Risikobewertungsverfahren (unter Berücksichtigung feldrealistischer Expositionen und längerfristiger Auswirkungen) für Pestizide, mit Pestiziden beschichtetes Saatgut und lebende veränderte Organismen entwickeln, verbessern und regelmäßig umsetzen, um mögliche Auswirkungen und kumulative Auswirkungen zu berücksichtigen. einschließlich subletaler und indirekter Auswirkungen auf wildlebende und bewirtschaftete Bestäuber (einschließlich Eier, Larven, Puppen und erwachsene Stadien) sowie andere Nichtzielarten;
A.1.2.3 Arbeiten Sie mit den Regulierungsbehörden zusammen, um Instrumente wie das FAO Pesticide Registration Toolkit umzusetzen.
A.1.2.4 Stärkung der für die Regulierung von Pestiziden zuständigen Behörden in ihrer Fähigkeit, Bestäuber vor Chemikalien zu schützen;
A.1.2.5 Entwicklung und Förderung von Anleitungen und Schulungen zu Best Practices für den Einsatz von Pestiziden (z. B. Techniken, Technologie, Zeitpunkt, nicht blühende Pflanzen, Wetterbedingungen) auf der Grundlage des Internationalen Verhaltenskodex für den Umgang mit Pestiziden der FAO und der Weltgesundheitsorganisation ;
A.1.2.6 Nationale und regionale Strategien zur Reduzierung des Pestizidrisikos entwickeln und umsetzen und alternative Ansätze (z. B. integrierte Schädlingsbekämpfungspraktiken und Biokontrolle) fördern, um die Exposition von Bestäubern gegenüber schädlichen Pestiziden zu verringern oder zu beseitigen;
A.1.2.7 Entwickeln und implementieren Sie gegebenenfalls nationale Überwachungs-, Überwachungs- und Registrierungsprogramme für Pestizide und ihre Umwandlungsprodukte.

A1.3 Schutz und Förderung indigenen und traditionellen Wissens
A.1.3.1 Schützen und fördern Sie einheimisches und traditionelles Wissen, Innovationen und Praktiken im Zusammenhang mit Bestäubern und Bestäubung (z. B. Bienenstockdesign; Verwaltung der Bestäuberressourcen; traditionelle Methoden zum Verständnis der Auswirkungen von Parasiten) und unterstützen Sie partizipative Ansätze zur Identifizierung diagnostischer Merkmale für neue Arten und Überwachung;
A.1.3.2 Schützen Sie etablierte Landrechte und Besitztümer zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern. A1.4 Kontrollieren Sie den Handel und die Bewegung verwalteter Bestäuber sowie andere handelsbezogene Auswirkungen
A.1.4.1 Überwachung der Bewegung und des Handels verwalteter Bestäuberarten, Unterarten und Rassen zwischen Ländern und innerhalb von Ländern;
A.1.4.2 Mechanismen entwickeln und fördern, um die Ausbreitung von Parasiten und Krankheitserregern auf bewirtschaftete und wilde Bestäuberpopulationen zu begrenzen;
A.1.4.3 Verhindern und minimieren Sie das Risiko der Einführung und Verbreitung invasiver gebietsfremder Arten (Pflanzen, Bestäuber, Raubtiere, Schädlinge und Krankheitserreger), die ein inakzeptables Risiko für Bestäuber und die Pflanzenressourcen, von denen sie abhängig sind, darstellen, und überwachen Sie das Ausbreitungsrisiko die bereits eingeführten (z. B. Bombus terrestris).


6 Wir nehmen Kenntnis von der Veröffentlichung der IUCN CEM/SSC Task Force on Systemic Pesticides „An update of the Worldwide Integrated Assessment (WIA) on systemic pesticides“.

Operatives Ziel


Element 2: Implementierung auf Feldebene
Stärkung und Umsetzung von Managementpraktiken, die gesunde Bestäubergemeinschaften erhalten und es Landwirten, Imkern, Förstern, Landverwaltern und städtischen Gemeinden ermöglichen, die Vorteile von Bestäubungsfunktionen und -diensten für ihre Produktivität und ihren Lebensunterhalt zu nutzen.
Begründung
Um bestäuberfreundliche Lebensräume zu sichern und nachhaltige Agrarökosysteme und Bestäuberhaltung zu fördern, müssen die direkten und indirekten Ursachen des Bestäuberrückgangs vor Ort angegangen werden. Auf landwirtschaftlicher Ebene und im gesamten Ökosystem ist Aufmerksamkeit erforderlich. Maßnahmen auf Landschaftsebene befassen sich mit der Konnektivität und dem Wert des landschafts- und sektorübergreifenden Managements. Zu den verbesserten Managementmaßnahmen für Bestäuber gehört die Aufmerksamkeit für die Bienenhaltung von Honigbienen und anderen Bestäubern.
Aktivitäten
A2.1 Gemeinsame Gestaltung (mit Landwirten, städtischen und ländlichen Imkern, Landverwaltern sowie indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften) und Umsetzung bestäuberfreundlicher Praktiken auf Bauernhöfen, im Grasland und in städtischen Gebieten
A.2.1.1 Schaffung unbebauter Vegetationsflächen und Verbesserung der Blumenvielfalt unter Verwendung vorwiegend einheimischer Arten, sofern angemessen, und verlängerter Blütezeiten, um den Bestäubern vielfältige, reichlich vorhandene und kontinuierliche Blumenressourcen zu gewährleisten;
A.2.1.2 Das Blühen von Massenblütenpflanzen zum Nutzen der Bestäuber steuern;
A.2.1.3 Netzwerke für den Austausch einheimischen Saatguts fördern;
A.2.1.4 Förderung der genetischen Vielfalt und ihrer Erhaltung in Populationen verwalteter Bestäuber;
A.2.1.5 Förderung von Beratungsdiensten, Austauschansätzen zwischen Landwirten und Feldschulen für Landwirte, um Wissen auszutauschen und praktische Bildung und Stärkung der örtlichen Bauerngemeinschaften zu bieten;
A.2.1.6 Diversifizierung der landwirtschaftlichen Systeme und der daraus resultierenden Nahrungsressourcen und Lebensräume von Bestäubern durch Hausgärten und agrarökologische Ansätze wie Fruchtfolgen, Zwischenfruchtanbau, Agroforstwirtschaft, integrierte Schädlingsbekämpfung, ökologische Landwirtschaft und ökologische Intensivierung;
A.2.1.7 Förderung des Bewusstseins, der Schulung und der Einführung bewährter Verfahren für die integrierte Schädlingsbekämpfung (z. B. einschließlich Unkrautbekämpfungsstrategien und Biokontrolle) und, falls erforderlich, den Einsatz von Pestiziden im Rahmen des Bestäubermanagements auf landwirtschaftlichen Betrieben (z. B. Pestizide). Anwendungszeitpunkt, Wetterbedingungen, Gerätekalibrierung, um die Abdrift des Sprühnebels in Bereiche außerhalb des Feldes zu reduzieren) und um jegliche Synergieeffekte von Pestiziden mit anderen Treibern zu vermeiden oder zu minimieren, die nachweislich schwere oder irreversible Schäden für Bestäuber verursachen;
A.2.1.8 Best Practices für eine klimaresistente Landwirtschaft mit Vorteilen für Bestäuber fördern;
A.2.1.9 Bestäuberfreundliche Praktiken in bestehende Praktiken in den relevanten Sektoren integrieren, einschließlich
Zertifizierungssysteme für Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.
A2.2 Auf bestäuberfreundliches Management und Bestäuberbedürfnisse in der Forstwirtschaft eingehen
A.2.2.1 Entwaldung, schädliche Waldbewirtschaftungspraktiken und andere Bedrohungen, die sich daraus ergeben, vermeiden oder minimieren
negativ auf wilde Bestäuber und die traditionelle Bienenhaltung;
A.2.2.2 Bereitstellung und Förderung von Maßnahmen zum Einfangen, Schützen und Transportieren von Bienenstöcken, die in Holzstämmen gefunden werden;
A.2.2.3 Agroforst- und Forstsysteme fördern, um heterogene, von einheimischen Arten gebildete Lebensräume zu gewährleisten, die den Bestäubern vielfältige Blumen- und Nistressourcen bieten;

A.2.2.4 Einbeziehung von Überlegungen zu Bestäubern in die Regeln für Zertifizierungssysteme für nachhaltige Waldbewirtschaftung.
A2.3 Förderung der Konnektivität, Erhaltung, Verwaltung und Wiederherstellung von Pollen 

Lebensräume von Inatoren
A.2.3.1 Bestäuber und Lebensräume, die in natürlichen Gebieten, einschließlich Wäldern, Grasland und landwirtschaftlichen Flächen, städtischen Gebieten und natürlichen Korridoren, verteilt sind, erhalten oder wiederherstellen, um die Verfügbarkeit von Blumenressourcen und Nistplätzen im Laufe der Zeit und im Raum zu verbessern;
A.2.3.2 Vorrangige Bereiche und Maßnahmen auf globaler, regionaler, nationaler und lokaler Ebene für den Schutz seltener und gefährdeter Bestäuberarten identifizieren;
A.2.3.3 Förderung der Einrichtung und bestäuberfreundlichen Bewirtschaftung von Naturschutzgebieten und naturnahen Gebieten sowie anderen standortinternen Optionen, wie z. B. den FAO Globally Important Agricultural Heritage Systems;
A.2.3.4 Initiativen in städtischen Gebieten fördern und Flächen entlang von Straßen und Schienen erschließen, um Grünflächen und Brachflächen zu schaffen und zu erhalten, die den Bestäubern Blumen- und Nistressourcen bieten, und die Beziehung zwischen Menschen und Bestäubern durch Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diese Bedeutung zu verbessern von Bestäubern für ihr tägliches Leben;
A.2.3.5 Den Einsatz von Feuer- und Brandbekämpfungsmaßnahmen verwalten, um die negativen Auswirkungen von Bränden auf Bestäuber und relevante Ökosysteme zu reduzieren.
A2.4 Förderung einer nachhaltigen Bienenhaltung und Bienengesundheit
A.2.4.1 Reduzieren Sie die Abhängigkeit verwalteter Bestäuber von Nektar und Pollenersatzstoffen, indem Sie eine bessere Verfügbarkeit und Bewirtschaftung von Blütenressourcen fördern und so die Ernährung der Bestäuber und die Immunität gegen Schädlinge und Krankheiten verbessern.
A.2.4.2 Minimieren Sie das Risiko von Infektionen und der Ausbreitung von Krankheitserregern, Krankheiten und invasiven gebietsfremden Arten und minimieren Sie den Stress für verwaltete Bestäuber, der mit dem Transport von Bienenstöcken verbunden ist;
A.2.4.3 Märkte für verwaltete Bestäuber regulieren;
A.2.4.4 Maßnahmen zur Erhaltung der genetischen Vielfalt bei kontrollierten Bestäubern entwickeln;
A.2.4.5 Förderung lokaler und traditioneller Kenntnisse im Zusammenhang mit innovativen Praktiken beim Management von Honigbienen, stachellosen Bienen und anderen verwalteten Bestäubern.
Element 3: Engagement der Zivilgesellschaft und des Privatsektors
Operatives Ziel
Förderung der Aufklärung und des Bewusstseins im öffentlichen und privaten Sektor für die vielfältigen Werte von Bestäubern und ihren Lebensräumen, Verbesserung der Entscheidungshilfen und Umsetzung praktischer Maßnahmen zur Reduzierung und Verhinderung des Rückgangs der Bestäuber.
Begründung
Die weltweite Landwirtschaft ist zunehmend auf Bestäuber angewiesen, und ein großer Teil dieser Abhängigkeit hängt mit wilden Bestäubern zusammen. Die breite Öffentlichkeit und der Privatsektor, darunter die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie sowie Lieferkettenmanager, zeigen zunehmend Interesse am Schutz von Bestäubern. Darauf aufbauend müssen gezielte Maßnahmen zum Schutz von Bestäubern und ihren Lebensräumen für die Zivilgesellschaft und den Privatsektor erarbeitet werden. Ein besseres Verständnis der Anfälligkeit für den Verlust von Bestäubungsdiensten und des Werts dieser Funktionen und Dienste wird dazu beitragen, solche Initiativen voranzutreiben.

Aktivitäten
A3.1 Allgemeine Sensibilisierung der Öffentlichkeit
A.3.1.1 Sensibilisierung gezielter wichtiger Interessengruppen, darunter Landwirte, Beratungsmitarbeiter, Imker, Nichtregierungsorganisationen, Schulen, Massenmedien und Verbraucherorganisationen, für den Wert von Bestäubern und Bestäubung für Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensunterhalt ;
A.3.1.2 Sensibilisierung des Privatsektors, einschließlich Lebensmittelunternehmen, Kosmetikhersteller und Lieferkettenmanager, für die Risiken, die der Rückgang der Bestäubungsfunktionen und -dienste für ihr Unternehmen mit sich bringt, und für den Wert des Schutzes von Bestäubern;
A.3.1.3 Förderung des Einsatzes von Technologie und Aufbau taxonomischer Kapazitäten für die breite Öffentlichkeit, einschließlich Landwirte und Imker, um Bestäuber zu identifizieren und von Schädlingen zu unterscheiden, um letztendlich zur Datenerfassung über Bestäuber beizutragen;
A.3.1.4 Unterstützen Sie Kampagnen und Aktivitäten, um Interessenvertreter in die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Bestäubern einzubeziehen, einschließlich der Feierlichkeiten am 20. Mai des Weltbienentags, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde.7
A3.2 Allgemeine öffentliche Aktionen
A.3.2.1 Bildungsaktivitäten mit Kindern und Schülern über die Bedeutung von Bestäubern und Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen in ihrem täglichen Leben fördern und Wege vorschlagen, um zum Schutz von Bestäubern beizutragen;
A.3.2.2 Themen zu Bestäubern und Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen in den Lehrplan von Landwirtschafts-, Umwelt- und Wirtschaftskursen integrieren;
A.3.2.3 Bürgerwissenschaftliche Projekte unterstützen, um Daten über Bestäuber und Bestäubung zu generieren und die Wertschätzung zivilgesellschaftlicher Organisationen für die Rolle von Bestäubern zu steigern;
A.3.2.4 Aktivitäten zum Netzwerkaufbau fördern, unter anderem durch Konferenzen, 8 Verbreitung von Informationen über Bestäuber und Bestäubung über öffentliche Datenbanken, Webportale, soziale Medien und Informationsnetzwerke, die den Zugang für alle relevanten Interessengruppen erleichtern.
A3.3 Einbindung von Unternehmen und Lieferkette
A.3.3.1 Bereitstellung von Entscheidungshilfen, um verschiedene Interessengruppen bei der Zuweisung von Werten an Bestäuber zu unterstützen
Bestäubung, einschließlich nicht-monetärer Werte;
A.3.3.2 Modalitäten zur Einbeziehung von Bestäubern entwickeln und 

Bestäubung in der tatsächlichen Kostenrechnung der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion;
A.3.3.3 Verbesserung des Verständnisses im privaten Sektor für die Zusammenhänge zwischen kommerziellen Produkten und der Abhängigkeit von Waren (Ernteerträge und Qualität) von der jeweiligen Art von Bestäubern;
A.3.3.4 Teilen Sie Beweise für Bestäubungsdefizite und die wirtschaftlichen Auswirkungen sowie Auswirkungen auf den Lebensunterhalt, um Unternehmen bei der Identifizierung potenzieller Risiken, der Entwicklung von Gefährdungsbewertungen und der Einführung bestäubungsfreundlicher Maßnahmen zu unterstützen;
A.3.3.5 Bestäuberfreundliche Geschäftsmodelle für Maßnahmen entwickeln und teilen;
A.3.3.6 Förderung der Verwendung von Umweltzeichen und -standards sowie der Bedeutung von Wahlmöglichkeiten für Verbraucher, die davon profitieren könnten
Bestäuber.
7 Siehe Resolution 72/238 der Generalversammlung vom 20. Dezember 2017 zur Entwicklung der Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Ernährung.
8 Zum Beispiel eine regelmäßige Konferenz für die Initiative (möglicherweise verbunden mit der International Federation of Beekeepers Associations).
http://www.apimondia.com/).
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Operatives Ziel
Element 4: Überwachung, Forschung und Bewertung
Überwachung und Bewertung des Status und der Trends von Bestäubern, Bestäubung und ihren Lebensräumen in allen Regionen und Schließung von Wissenslücken, unter anderem durch die Förderung einschlägiger Forschung.
Begründung
Die Überwachung und Bewertung des Status und der Trends von Bestäubern und Bestäubungsfunktionen und -diensten, von Maßnahmen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Bestäubern sowie der Ergebnisse solcher Maßnahmen ist notwendig, um ein adaptives Management zu unterstützen. Akademische und Forschungseinrichtungen sowie relevante internationale Organisationen und Netzwerke sollten ermutigt werden, unter Berücksichtigung traditioneller Erkenntnisse weitere Forschungsarbeiten durchzuführen, Wissenslücken zu schließen und die Forschung auf eine größere Vielfalt von Bestäubern auszudehnen und koordinierte globale, regionale und nationale Maßnahmen zu unterstützen , subnationale und lokale Überwachungsbemühungen und den Aufbau relevanter Kapazitäten, insbesondere in Entwicklungsländern, wo es bisher weniger Forschungs- und Überwachungsbemühungen gab.
Aktivitäten
A4.1 Überwachung
A.4.1.1 Überwachen Sie den Status und die Trends der Bestäuber, mit besonderem Schwerpunkt auf den Regionen, in denen es derzeit an Bestäubern mangelt
Daten;
A.4.1.2 Bestäubungsdefizite bei Nutzpflanzen und in den natürlichen Ökosystemen quantifizieren, mit besonderem Schwerpunkt auf den Regionen und Landwirtschaftssystemen, für die derzeit keine Daten vorliegen, sofern möglich, und konsistente und vergleichbare Protokolle anwenden, um die wirksamsten Interventionsmaßnahmen zu ermitteln;
A.4.1.3 Überwachen Sie die Treiber und Bedrohungen für Bestäuber zusammen mit ihrem Status und ihren Trends, um die wahrscheinlichen Ursachen für den Rückgang der Bestäuber zu ermitteln;
A.4.1.4 Überwachung der Wirksamkeit von Maßnahmen zum Schutz von Bestäubern und zur Verwaltung von Bestäubungsfunktionen und -diensten;
A.4.1.5 Den Einsatz von Technologie und die Entwicklung benutzerfreundlicher Tools wie mobile Apps unterstützen, um die Überwachung von Bestäubern durch Bürgerwissenschaft zu fördern;
A.4.1.6 Den Einsatz von Bestäubern und Bestäubung als Indikatoren für den Zustand der biologischen Vielfalt, der Gesundheit des Ökosystems, der landwirtschaftlichen Produktivität und der nachhaltigen Entwicklung fördern;
A.4.1.7 Förderung der Entwicklung von Methoden zur systematischen Überwachung von Bestäubern in natürlichen Ökosystemen, insbesondere in Schutzgebieten oder Standorten, die für die Erhaltung und produktive Ökosysteme wichtig sind, um die Entwicklung detaillierter visueller Karten auf lokaler Ebene zu erleichtern dann die anschließende Entscheidungsfindung.
A4.2 Forschung
A.4.2.1 Förderung der Forschung zu Nicht-Bienen-Taxa und anderen wildlebenden Bestäuberarten in natürlichen Ökosystemen und den von ihnen bereitgestellten Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen, um geeignete Managementrichtlinien und Schutzmaßnahmen zu entwerfen;
A.4.2.2 Durchführung von Forschungsarbeiten, einschließlich partizipatorischer Forschung, zu den sozioökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Rückgangs der Bestäuber im Agrarsektor und verwandten Unternehmen;
A.4.2.3 Erleichterung der Harmonisierung von Protokollen für Forschung, Datenerfassung, Verwaltung und Analyse, Lagerung und Kuratierung von Bestäuberproben, einschließlich Modalitäten für gemeinsame Forschung;
A.4.2.4 Weitere Forschung fördern und teilen, um Wissenslücken zu schließen, einschließlich der Auswirkungen eines teilweisen Verlusts von Bestäubern auf die Pflanzenproduktion, der potenziellen Auswirkungen von Pestiziden unter Berücksichtigung ihrer möglichen kumulativen Wirkungen und lebender veränderter Organismen unter Feldbedingungen, einschließlich unterschiedliche Auswirkungen auf die verwalteten 

und wilde Bestäuber sowie auf soziale und solitäre Bestäuber und die kurz- und langfristigen Auswirkungen auf die Bestäubung von Kultur- und Nichtkulturpflanzen und unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen sowie die Auswirkungen des Verlusts von Bestäubern auf die Integrität des Ökosystems und seine Wartung;
A.4.2.5 Förderung weiterer Forschung zur Ermittlung von Möglichkeiten zur Integration bestäubungsfreundlicher Praktiken in landwirtschaftliche Systeme als Teil der Bemühungen zur Verbesserung der Ertragsquantität und -qualität und zur durchgängigen Berücksichtigung der biologischen Vielfalt in landwirtschaftlichen Systemen;
A.4.2.6 Weitere Forschung fördern, um Risiken für die Bestäubung im Zusammenhang mit dem Klimawandel und mögliche Anpassungsmaßnahmen und Abhilfemaßnahmen zu ermitteln, einschließlich des potenziellen Verlusts wichtiger Arten und ihrer Lebensräume sowie der Rolle der Bestäubung bei der Widerstandsfähigkeit und Wiederherstellung allgemeiner Ökosysteme;
A.4.2.7 Förderung weiterer Forschung und Analyse zur Schädlingsbekämpfung im Zusammenhang mit Bestäubungsfunktionen und -diensten unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Treiber des Bestäuberrückgangs, um die Entwicklung praktikablerer und nachhaltigerer Alternativen zu unterstützen;
A.4.2.8 Weitere Forschung und Analyse fördern, um Wege zu finden, die Bereitstellung von Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen sowie den Schutz von Bestäubern über die Nahrungsmittelproduktion hinaus zu integrieren;
A.4.2.9 Umsetzung der Bestäuberforschung und -ergebnisse in Empfehlungen und Best Practices, die auf ein breites Spektrum von Interessengruppen zugeschnitten sind;
A.4.2.10 Stärkung der Synergien zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Naturschutzpraktiken und Gemeinschaftspraktiken von Landwirten und Forschern sowie traditionellem Wissen, um Maßnahmen besser zu unterstützen.
A4.3 Beurteilung
A.4.3.1 Generieren Sie Datensätze durch einen permanenten Bestäuberüberwachungsprozess, der die Erstellung regionaler/nationaler/subnationaler und lokaler visueller Karten ermöglicht, um den Status und die Trends von Bestäubern und Bestäubung sowie die kulturspezifische Anfälligkeit anzuzeigen und so die Entscheidungsfindung zu unterstützen;
A.4.3.2 Bewerten Sie den Nutzen von Bestäubern und Bestäubung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und anderen Werte für die Landwirtschaft und den Privatsektor, einschließlich Lebensmittelunternehmen, Kosmetikhersteller und Lieferketten;
A.4.3.3 Die Vorteile bestäuberfreundlicher Praktiken bewerten, einschließlich der Erhaltung unbewirtschafteter landwirtschaftlicher Flächen, und Alternativen zur Entwaldung vorschlagen;
A.4.3.4 Verbesserung des Verständnisses der Folgen des Rückgangs der Bestäuber in bestimmten Kulturpflanzen, Agrarökosystemen und natürlichen Umgebungen;
A.4.3.5 Unterstützung der Identifizierung von Bestäubern in natürlichen und bewirtschafteten Gebieten, wie z. B. forstwirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Systemen, sowie der Interaktionen zwischen Bestäubern und Pflanzen und den Auswirkungen anthropogener Aktivitäten in Ökosystemen;
A.4.3.6 Den taxonomischen Bewertungsbedarf in verschiedenen Regionen ansprechen und gezielte Strategien entwerfen, um die bestehenden Lücken zu schließen;
A.4.3.7 Steigerung der taxonomischen Kapazität, um das Wissen über Bestäuber, ihren Status und ihre Trends zu verbessern, Treiber für Veränderungen in ihren Populationen zu identifizieren und geeignete Lösungen zu entwickeln;
A.4.3.8 Regelmäßige Bewertungen des Erhaltungszustands von Bestäuberarten aus verschiedenen taxonomischen Gruppen fördern, nationale, regionale und globale rote Datenbücher und Rote Listen regelmäßig aktualisieren und Aktionspläne für die Erhaltung und Wiederherstellung bedrohter Bestäuberarten ausarbeiten.
Schauspieler
Dieser Aktionsplan richtet sich an alle relevanten Interessengruppen, einschließlich der Vertragsparteien der Rio-Konventionen und anderer multilateraler Umweltabkommen, nationaler, subnationaler und kommunaler Regierungen, Geberorganisationen, einschließlich der Global Environment Facility, der Weltbank sowie regionaler und nationaler Entwicklungsbanken und -banken mit einem bedeutenden Portfolio an Krediten für die ländliche Entwicklung, privaten und geschäftlichen Spendern, as
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sowie andere relevante Gremien und Organisationen, Landbesitzer und Landverwalter, Landwirte, Imker, indigene Völker und lokale Gemeinschaften, den Privatsektor und die Zivilgesellschaft.
Die FAO wird die Umsetzung des Aktionsplans erleichtern und an den erfolgreichen Ansatz des vorherigen Plans anknüpfen. In dieser neuen Phase sollen auch die Aktivitäten zu Bestäubung und Bestäubern stärker mit den Regional- und Landesbüros der FAO abgestimmt werden, um Synergien zu schaffen und eine breitere Unterstützung zu leisten. Die vollständige Umsetzung der zweiten Phase des Aktionsplans auf nationaler und regionaler Ebene wird von der Verfügbarkeit der Ressourcen abhängen.
IV. UNTERSTÜTZENDE ANLEITUNGEN UND WERKZEUGE
Eine Liste unterstützender Leitlinien und Tools finden Sie in einem Informationsvermerk (CBD/SBSTTA/22/INF/20).
Anhang II
ZUSAMMENFASSUNG – ÜBERPRÜFUNG DER RELEVANZ VON BESTÄUBERN UND BESTÄUBUNG FÜR DIE ERHALTUNG UND NACHHALTIGE NUTZUNG DER BIODIVERSITÄT IN ALLEN ÖKOSYSTEMEN, ÜBER IHRE ROLLE IN DER LANDWIRTSCHAFT UND LEBENSMITTELPRODUKTION HINAUS
A. Einführung
1. Der vollständige Bericht9 und die vorliegende Zusammenfassung wurden gemäß Beschluss XIII/15 erstellt. Der Bericht stützt sich auf die Beiträge vieler Forscher und Partner auf der ganzen Welt.10
B. Rollen und Werte von Bestäubern und von Bestäubern abhängigen Pflanzen außerhalb der Landwirtschaft
2. Es gibt eine große Vielfalt an Werten, die mit Po verbunden sind 

Befruchtung und Bestäubung gehen über die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion hinaus und umfassen ökologische, kulturelle, finanzielle, gesundheitliche, menschliche und soziale Werte.
3 Bestäuber fördern die Fortpflanzung und genetische Vielfalt der großen Mehrheit (ca. 87,5 %). von Pflanzenarten. Etwa die Hälfte der Pflanzenarten ist vollständig auf die Bestäubung durch Tiere angewiesen. Die durch Tiere vermittelte Bestäubung führt in der Regel zu einem gewissen Grad an Fremdbestäubung und fördert und erhält so die genetische Variation in Populationen, was wiederum die Anpassung von Pflanzenarten an neue und sich verändernde Umgebungen ermöglicht. Die Fremdbestäubung führt auch zu einer höheren Samenproduktion. Indem sie die Versorgung mit Samenvermehrungspflanzen sicherstellen und die genetische Variation fördern, gelten Bestäuber als von grundlegender Bedeutung für die Erhaltung der Pflanzenvielfalt und der Funktionsfähigkeit des Ökosystems.
4. Pflanzen und Bestäuber sind für das weitere Funktionieren von Ökosystemen von entscheidender Bedeutung. Sie tragen neben anderen Funktionen und Dienstleistungen zur Klimaregulierung, zur Bereitstellung von Wildfleisch, Früchten und Samen, die viele andere Arten unterstützen, sowie zur Regulierung von Malaria und anderen Krankheiten bei. Tropische Wälder, in denen es einen hohen Anteil zweihäusiger Arten gibt, sind besonders auf Bestäubung angewiesen. Ein weiteres Beispiel sind Mangroven, die von obligaten Ausbrüterpflanzen dominiert werden und wichtige Funktionen und Dienste erfüllen, wie z. B. die Verhinderung von Küstenerosion, den Schutz vor Überschwemmungen und dem Eindringen von Salz, die Bereitstellung von Brenn- und Nutzholz, die Unterstützung der Fischerei sowie die Bereitstellung von Lebensräumen und Nahrung für Bienen und viele andere Arten.
5. Die Gegenseitigkeit zwischen Pflanzen und ihren Blütenbesuchern erhält nicht nur die Pflanzenvielfalt, sondern auch die Vielfalt von schätzungsweise 350.000 Tierarten. Während es starke Belege für die lokale Ausrottung von Bestäuberpopulationen aufgrund fehlender Blumenressourcen gibt, gibt es keine Berichte über das Aussterben von Tierarten aufgrund von
9 Überprüfung von Bestäubern und Bestäubung, die für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in allen Ökosystemen relevant sind, über ihre Rolle in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion hinaus (CBD/COP/14/INF/8).
10 Die Hauptautoren des Berichts sind Marcelo Aizen, Pathiba Basu, Damayanti Buchori, Lynn Dicks, Vera Lucia Imperatriz Fonseca, Leonardo Galetto, Lucas Garibaldi, Brad Howlett, Stephen Johnson, Monica Kobayashi, Michael Lattorff, Phil Lyver, Hien Ngo, Simon Potts, Deepa Senapathi, Colleen Seymour und Adam Vanbergen. Der Bericht wurde von Barbara Gemmill-Herren und Monica Kobayashi herausgegeben. Ein Workshop, der vom 27. bis 29. November 2017 in Zusammenarbeit mit IPBES, der University of Reading und dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt stattfand, brachte regionale Bestäuberexperten zusammen, um die Rolle von Bestäubern und Bestäubungsdiensten bei der Unterstützung von Ökosystemen außerhalb landwirtschaftlicher Systeme und in zu diskutieren und zu bewerten Unterstützung von Ökosystemleistungen über die Nahrungsmittelproduktion hinaus.

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ein Mangel an Blumenressourcen. Angesichts des Ausmaßes der Lebensraumfragmentierung, der großen Anzahl von Pflanzenarten, die in den letzten 100 Jahren ausgestorben sind oder fast ausgestorben sind, und des Mangels an Wissen über die Nutzung von Wirtspflanzen durch blütenbesuchende Tiere besteht jedoch die Möglichkeit, dass dies ohnehin geschieht dokumentiert ist sehr real. Es ist bekanntermaßen schwierig, Daten über Populationsveränderungen bei Wildtieren zu erhalten, die Blumen besuchen, und noch schwieriger ist es, die Ursachen dieser Veränderungen zu ermitteln.
6. Bestäuber, Bestäuberlebensräume und Bestäuberprodukte sind Inspirationsquellen für Kunst, Bildung, Literatur, Musik, Religion, Traditionen und Technologie. Honigjagd- und Imkereipraktiken, die auf indigenem und traditionellem Wissen basieren, wurden in mehr als 50 Ländern dokumentiert. Bienen haben Bilder und Texte in Religionen auf der ganzen Welt inspiriert, und andere Bestäuber wie Kolibris tragen zur nationalen Identität von Ländern wie Jamaika und Singapur bei. Bestäuber und von Bestäubern abhängige Pflanzen unterstützen Fortschritte in Technologie und Wissen durch Inspiration und Anwendung ihrer Biologie auf menschliche Innovationen, wie beispielsweise den visuell gesteuerten Flug von Robotern.
7. Bienenprodukte tragen zum Einkommen von Imkern auf der ganzen Welt bei. Die Bienenhaltung kann möglicherweise ein wirksames Instrument zur Armutsbekämpfung, zur Stärkung der Jugend und zur Schaffung von Möglichkeiten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt durch bienenfreundliche Maßnahmen sein.
8. Es gibt eine Reihe wirtschaftlich wichtiger Pflanzen außerhalb von Kulturpflanzen, die auf tierische Bestäuber angewiesen sind, darunter mehrere Heilpflanzenarten. Andere bestäubungsabhängige Pflanzen können wertvolle Funktionen und Dienstleistungen erbringen, beispielsweise als Zierpflanzen, Biokraftstoffe, Fasern, Baumaterialien, Musikinstrumente, Kunst, Handwerk und Freizeitaktivitäten. Bestäuberabhängige Pflanzen recyceln außerdem CO2, regulieren das Klima und verbessern die Luft- und Wasserqualität. Darüber hinaus werden mehrere Mikronährstoffe, darunter Vitamin A und C, Kalzium, Fluorid und Folsäure, hauptsächlich aus bestäubungsabhängigen Pflanzen gewonnen. Darüber hinaus werden Bestäuberprodukte zur Verbesserung der Gesundheit eingesetzt, beispielsweise Antibact

Eriale, antimykotische und antidiabetische Mittel. Bestäuberinsekten, darunter die Larven von Bienen, Käfern und Palmrüsselkäfern, stellen einen erheblichen Anteil der etwa 2.000 weltweit verzehrten Insektenarten dar und sind reich an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen.
C. Status und Trends von Bestäubern und bestäubungsabhängigen Pflanzen in allen Ökosystemen
9. Viele Insektenbestäuber (z. B. Wildbienen, Schmetterlinge, Wespen und Käfer) sowie Wirbeltierbestäuber (z. B. Vögel, Beuteltiere, Nagetiere und Fledermäuse) sind auf lokaler und regionaler Ebene in Häufigkeit, Vorkommen und Vielfalt zurückgegangen. Die Zahl der Pflanzenarten, die auf Bestäuber angewiesen sind, nimmt im Vergleich zu selbstverträglichen oder windbestäubten Pflanzen ab.
10. Für alle Regionen gelten Landnutzungsänderungen als Hauptursache für den Rückgang der Bestäuber. In Afrika kommt es aufgrund der Umwandlung von Land in die Landwirtschaft und der Verwendung von Holz für Bau- und Brennstoffzwecke weiterhin zur Entwaldung. In Lateinamerika sowie in Asien und im Pazifik hat der zunehmende Anbau von Sojabohnen bzw. Ölpalmenplantagen Auswirkungen auf viele wichtige Biome.
11. Wildbienennester in der Natur sind durch Holzeinschlag gefährdet. In Malaysia und Brasilien hat sich gezeigt, dass der Holzeinschlag die Zahl der Wildbienennester und damit auch der Bestäuber verringert, was Auswirkungen auf die Walderholung oder -wiederherstellung hat. Durch den Holzeinschlag wird auch der Waldlebensraum verringert, der geeignete, unbewohnte Nistplätze enthält. Auch unter Berücksichtigung der aktuellen Regeln der zertifizierten Holzbewirtschaftung kommt es zum Verlust von Bestäubern.
12. Darüber hinaus wirken sich in Afrika die Häufigkeit und Intensität von Bränden, die sich wiederum auf die Neuaussaat und das erneute Austreiben von Pflanzen auswirken, aufgrund eines hohen Grades an Bestäuber-Pflanzen-Spezialisierung auf verschiedene Ökosysteme aus. Eine solche Spezialisierung deutet auf eine ausgeprägte Anfälligkeit für den Verlust von Bestäubern hin, und die Abhängigkeit von einer einzigen Bestäuberart ist angesichts globaler Veränderungen potenziell riskant. Modelle zum Klimawandel deuten darauf hin, dass die Häufigkeit von Bränden mit zunehmender Länge der Feuerwettersaison zunehmen könnte.
13. In Lateinamerika werden Invasionen fremder Bienen als zweite Ursache für den lokalen Bienenrückgang gemeldet. Auch eingeschleppte Bienenarten geben Anlass zur Sorge, beispielsweise in Japan, wo die Gefahr einer Störung des einheimischen Bestäubungsnetzes besteht. In Asien kann die Erosion des traditionellen Wissens, einschließlich der Bewirtschaftung lokaler Bienen, zum Rückgang lokaler Bestäuber beitragen. Für Europa, Kanada und die Vereinigten Staaten, Australien

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und Neuseeland ist das Risiko für Bestäuber durch Pestizide und die Übertragung von Krankheitserregern und Parasiten ein wichtiges Anliegen.
14. Das Fehlen räumlicher und zeitlicher Veränderungen bei Wildbestäubern in vielen Regionen sowie eine wenig bekannte Taxonomie erschweren die Beurteilung des Status und der Trends von Bestäubern. Darüber hinaus ist es aufgrund des Mangels an globalen Bewertungen der Roten Liste speziell für Insektenbestäuber und in den meisten Teilen der Welt aufgrund des Mangels an Langzeitpopulationsdaten oder Benchmark-Daten zum Vergleich des aktuellen Status wilder Bestäuberpopulationen schwierig, zeitliche Unterschiede zu erkennen Trend.
15. Die Lebensräume und Biome, die pro Region am stärksten vom Rückgang der Bestäuber betroffen sind, sind:
(a) Afrika: Tropenwälder, trockene Laubwälder, subtropische Wälder, Mittelmeer, Berggrasland, tropische und subtropische Savannen und Grasland, Trockengebiete und Wüsten, Feuchtgebiete und Dambos, städtische und stadtnahe Küstengebiete;
(b) Asien und Pazifik: Tropische trockene immergrüne Wälder;
(c) Lateinamerika:
Wald, unter anderem;
er Atlantik
Anden, mesoamerikanische Berge und hochgelegene Regionen
subtropischer Chaco-Wald, die Cerrado-Savanne, das Pantanal-Feuchtgebiet, der Amazonas-Wald, t
(d) Europa, Kanada, die Vereinigten Staaten, Australien und Neuseeland: Moore und Moore, Grasland, Heideland und Gestrüpp.
16. Der Atlantische Wald ist ein Biom, das reich an Pflanzen-Bestäuber-Mutualismen ist und mit nur 29 Prozent seiner ursprünglichen Waldfläche 11 durch Lebensraumverlust und Fragmentierung stark bedroht ist. Die extreme Fragmentierung dieses Bioms hat zu einem unterschiedlichen Verlust von Pflanzenarten mit relativ spezialisierten Bestäubungs- und Sexualsystemen geführt, die nur im Inneren großer Überreste überleben. Im Chaco-Trockenwald wurde vermutet, dass eine Zunahme der Selbstbefruchtung (Selbstbestäubung) mit der Invasion afrikanisierter Honigbienen verbunden sein könnte.
17. Der Klimawandel gilt in Europa und Nordamerika als erhebliche potenzielle Bedrohung. Hummeln können die Erwärmung nicht verfolgen, indem sie neue Lebensräume nördlich ihres historischen Verbreitungsgebiets besiedeln. Gleichzeitig verschwinden sie aus den südlichen Teilen ihres Verbreitungsgebiets. Einige Arten sind stark zurückgegangen.
18. Meliponikultur – die Bienenhaltung mit stachellosen Bienen (Meliponini) – wird in großem Umfang von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften betrieben, wobei das Wissen über Generationen hinweg mündlich weitergegeben wird. Stachellose Bienen sind nützliche Bestäuber für Feldfrüchte und Wildfrüchte, und die meisten von ihnen produzieren

Uce-Honig, der für medizinische Zwecke verwendet wird. Während die Meliponikultur für tropische Länder eine wirtschaftliche Chance darstellt, gilt die großflächige Aufzucht stachelloser Bienen als aktuelle Herausforderung.
19. Die Einführung von Honigbienenarten (Apis) in Mangroven wurde in vielen Ländern wie China, Kuba, Indien und den Vereinigten Staaten untersucht und nimmt auch in Thailand und Brasilien zu. Diese Aktivität kann möglicherweise zur Erhaltung der Mangrovensysteme beitragen, die Auswirkungen müssen jedoch noch weiter bewertet werden. Das Management von Kolonien, einschließlich der künstlichen Fortpflanzung und der Aufzucht von Königinnen, muss vorangetrieben werden, um die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen.
20. In Bezug auf die Auswirkungen von Pestiziden auf Nichtzielarten zeigte eine aktuelle Metaanalyse, dass stachellose Bienen im Vergleich zu Honigbienen empfindlicher auf verschiedene Pestizide reagieren. Experimentelle Studien, die mit a

Bernhard Heuvel / 11.07.2023   
Illegaler Handel mit Pestiziden

Mir ist ein Angebot zugespielt worden, in dem chinesische Chemiehersteller deutschen Landwirten billige Insektizide anbieten. Es scheint einen illegalen Handel mit Pestiziden zu geben. Bitte forscht in eurem Umfeld mal nach, wir benötigen weitere Hinweise um da aktiv zu werden. 

 

Bernhard Heuvel / 11.07.2023   
Pressemeldungen Berufsimker
Bernhard Heuvel / 16.05.2023   
Raps mit wenig Pestizideinsatz: es geht doch

Und so macht es der Landwirt Markus Otto vom Immenhof:

(1) Fruchtfolge beachten: 5-6 Jahre Pause auf dem Feld für Raps

(2) Unterfrucht mit der Rapsaussaat im Herbst: Kosten 100 Euro/Hektar (jedoch Einsparung bei den Pestiziden)

(3) Ausbringung von Gesteinsmehl und Agrovital (siehe: https://www.agro-agrarhandel.de/agro-vital-pflanze/)

 Der Bericht in der Zeitung findet sich hier: https://www.wlz-online.de/waldeck/bad-arolsen/raps-nicht-verteufeln-sondern-clever-anbauen-92263295.html

 

 

Bernhard Heuvel / 10.05.2023   
Der schwierige Kampf gegen die Honigpanscher
Bernhard Heuvel / 30.04.2023   
Pestizide gefährlicher als gedacht - Artikel

Zu viel, zu verbreitet und gefährlicher als gedacht

In rund der Hälfte der Kleingewässer liegt die Konzentration an Pestiziden über den Höchstwerten, 30 Prozent der Lebewesen reagieren extrem empfindlich darauf. Eine Studie zeigt: Die Grundannahmen zur Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln sind womöglich falsch.
»Wir haben in 40 bis 60 Prozent der Proben Überschreitungen entdeckt, und sehr häufig massiv«Matthias Liess, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig
Die Ergebnisse haben Liess erschüttert. »Wir haben in 40 bis 60 Prozent der Proben Überschreitungen entdeckt, und sehr häufig massiv«, sagt er. Zudem ergab die Untersuchung der Artenvielfalt, dass etwa ein Drittel der Organismen auf die gemessenen Konzentrationen extrem empfindlich reagieren: »Das ist nicht so, dass auf einmal Tiere tonnenweise tot oben auf dem Wasser schwimmen«, sagt der UFZ-Forscher, »sie haben einfach weniger Nachkommen und eine höhere Sterberate.«
mehr als 450 000 Tonnen im Jahr wurden zuletzt in der EU verkauft, davon in Deutschland rund 86 000 Tonnen Pflanzenschutzmittel, die 29 000 Tonnen Wirkstoff enthielten. .... 281 verschiedene Wirkstoffe sind in Deutschland im Verkehr.
Bernhard Heuvel / 14.04.2023   
Sonderheft Imker und Landwirt
Acht Partner – ein Ziel: Mit dem neuen Heft Imker und Landwirte – gemeinsam für Bienen, Pflanzen und Verbraucher sollen Bienenhalter und Agrarbetriebe näher zusammengebracht werden.
 
Zwei Imkerverbände, drei Bundesbehörden, ein Bieneninstitut und zwei Fachzeitschriften haben sich zusammengetan, um die gängigsten Problempunkte zu beleuchten, die im Miteinander der beiden Gruppen in der Agrarlandschaft entstehen können und Lösungswege aufzuzeigen, wie ein gutes Miteinander gelingt. 
 
Lesen Sie hier, wie Imker in Deutschlands wichtigster Bienenweide, dem Raps, sauberen Honig gewinnen können, weshalb es kein Imker schafft, seine Bienen von Rapsfeldern fernzuhalten und welche Anforderungen der Rapsanbau an Landwirte stellt.

Das Heft steht kostenfrei zum Download bereit auf www.bienenjournal.de/imker-landwirte
29.04.2022